Sınıf arkadaşımız Selçuk Alagöz 5 Ağustos 2025 gününde Bodrumda vefat etti. Hakkında medya yankılarını ayrı bir sayfaya koydum.
R.I.P. Mehmet Cemal Beşkardeş
Lange Jahrzehnte nach unserem Abi, meins 1963, seins 1964, fanden wir uns in Facebook zusammen. Er schrieb tolle Abhandlungen über Sarıyer, seine Heimat im Norden von Istanbul. Unser gemeinsames Interesse betraf die Fischerei, vor allem die eigene. Wir beide waren leidenschaftliche Angler, vor allem Lüfer. Der heißt Blaufisch auf Deutsch und ist eine Legende. Denn er ist der schlaueste aller Fische, die man angeln kann.
Unsere letzte Debatte über einen Zackenbarsch, den ich am Bosporus gesehen haben wollte, war noch nicht zu Ende. Er war dabei nachzuforschen, ob im Bosporus ein Zackenbarsch groß werden kann. Anstelle der Aufklärung kam die Nachricht seines Todes. Dass er schon lange krank war, hat er nie erwähnt. So dachte ich, er wäre so wie bei unserem letzten Treffen auf dem Schulhof, fröhlich und hoffnungsvoll in die Zukunft blickend.
Hier einige Kommentare von Ehemaligen über unseren Verlust.
Eren lebt nicht mehr
Acht Jahre waren wir gemeinsam auf der Schule. Danach zogen beide nach Berlin zum Studieren. Er wohnte in einem Studentenheim in der Nähe meines Hauses, ich damals in der Stadt. Gemeinsam zogen wir durch die Kneipen von Berlin, später sogar bis Prag und Istanbul. Das Studium schlossen wir beide in 1970 ab.
Ihn zog es nach vielen guten Jahren in Berlin wieder in die Heimat. Aber er kam immer wieder zu Besuch. Bei unserem letzten Treffen vor etwa zwei Jahren merkte ich, dass er nicht mehr so viel Energie hatte. Die Krankheit, von der er noch nichts wusste, hatte noch nicht zugeschlagen. Hier im Bild zwischen Freunden bei der 40. Jahre Abifeier., die er organisiert hat.
Es war ein Gerd Schneider …
Über 60 Jahre nach unserem Abi erreichte mich eine Bitte. Ich solle etwas über unseren Kunsterzieher Gerd Schneider berichten. Damit ich nicht nur meine Erinnerungen berichte, frage ich einige der Ehemaligen über ihre Erinnerungen.
Die Erinnerungen sind wohl verblasst. Aber zum Glück gibt es Internet. Dort hat auch der Fragesteller, ein deutscher Historiker, meine Worte über Herrn Schneider gefunden. Im Jahr 2025 wird Herrn Schneider in einem Buch erinnert. Anlass sind seine Studien zur Entwicklung der Hagia Sophia von einer Basilika im Jahr 537 bis 1962. Seine wunderbaren Zeichnungen sollen wieder erscheinen. Diese hatten mich einst sehr fasziniert. Offenbar tun sie es bei anderen über 60 Jahre danach auch.
Herr Schneider hat auch in der Türkei bleibende Erinnerungen hinterlassen. So bekam er in den 1990er Jahren einen Ehrendoktortitel verliehen.

Bu Mustafa başka Mustafa – Azmi Beyden selamlar
7 Aralık 1941 Pazar. 80 sene önce Japon filosunun Hawaii adalarında Pearl Harbour limanında bulunan Amerikan Pasifik donanmasına ani, habersiz saldırmasının günüdür. Orada bulunan ABD Deniz Kuvvetlerinin komutanı olan Amiral Husband Edward Kimmel’in (26.2.1882-14.5.1968), iyi bir komutan, kararlı asker olmasından dolayı takma ismi (rumuz, lakap) (nickname) Mustafa olarak bilinir, „Mustafa“ being a reference to Mustafa Kemal Atatürk..
(Not: O gün batmaktan kurtulan az Amerikan gemilerinden hastahane gemisi Solace savaştan sonra Türk Deniz Yollarında Ankara olarak hizmet vermiş ve sonunda röntgen odasındaki kurşunlar Istanbulda Çorlulu Ali Paşa Camisinin şadırvanının çatısı olarak kalmıştır.)

Azmi Bey den haber var
Sevgili İstanbul Alman Lisesi mezunu dostlarım.
Doğum günü, güneşin etrafında süren uzun bir seyahatin son günü ve tekrar güneşin etrafında 365 gün sürecek olan uzun seyahatin arife günüdür.
Geçen pazartesiden itibaren tekrar uzun bir yolculuğa başlamadan önce, sizler, IAL mezunlarının kıymetli dostlarımın bana gönderdiği, karşımda duvarda asılı duran 90ıncı doğum diplomasını seyrederken hep sizleri hatırlayarak seyahate koyuldum.
Hepinize güzel günler ve nice böyle uzun seyahatler dilerim.
Burada 30 seneden fazla faaliyeti ile bilinen, kız talebelere okutma fırsatı veren, virüsten dolayı, iki sene aradan sonra, İsviçre Türk Kadınlar Cemiyetinin bu akşam yeniden Cumhuriyet balosuna gidiyorum.
Virüs maalesef Avrupa’da tekrar arttı. Hem de daha korkunç şekilde. Üstelik Noel’in arifesinde. Her taraf kapalı kalacak.
Sevgiler
Azmi
Brunch ve madalyon dağıtımı – Nihayet Yağcı’dan haber
Abi50
Abi Jahrgang 1963 hatte sich 2013 unter widrigen Umständen auf dem Bosporus und später in Beylerbeyi getroffen. Schuld waren die Ereignisse, die man unten sieht. Wir hoffen, dass 2023 bessere Bedingungen für ein Wiedersehen herrschen.
Berliner Treff – in Memoriam
50 Jahre sind nicht genug … Knappe 50 Jahre, nachdem wir nach Berlin gegangen sind, treffen sich immer noch viele von unserem Jahrgang (fast) monatlich zum Klönschnack. Wenn man bedenkt, dass von 57 Abiturienten des Jahrgangs 1963 8 zum gemeinsamen Essen erscheinen, ist das schon bemerkenswert.
Das Foto zeigt die Gruppe nicht in bester Schönheit, sondern just am Ende des Essens mit einem Schnellschuss aus dem iPhone. Teilnehmen an den Treffen darf jeder, der unsere Schule besucht hat. Manchmal kommen bis zu 30 Freunde zusammen, so zwischen 20 und 75 Jahre. Anwesend war an diesem Abend Turgut Fındıkgil, der die Schule 1958 verlassen hatte. Auch unser Dienstältester in Berlin, Mesut Berker, lässt alle grüßen. Gestern Abend feierte Zeynep Geburtstag – mit vier aus ihrem Jahrgang. Es gab Köfte mit Pilav und Tandır. Nicht schlecht, dass man nach 50 Jahren immer noch zusammen feiern will und immer noch Köfte mag.
Wer einen Besuch nach Berlin plant, sollte sich nach dem Termin erkundigen. Berliner Treff – vielleicht gibt es den bald wieder
Wir wollen nach Tarabya
Ob das wieder wahr wird? Einst feierten wir einmal im Jahr Sportfest genau hier. Viele Jahre nach unserer Hochschulreife kam der Schock: Unsere Abi-Feier zum 40., so schön sie auch war, fiel nicht nach meinem Geschmack aus, weil ich fest damit gerechnet hatte, dass sie in Tarabya stattfindet. Hat aber nicht. Denn Deutschland war klamm, und die Benutzung sollt Geld kosten.
Das Gelände dort, schon in der Antike als besonderer Ort anerkannt (Pharmacia (!) oder Therapia), war vom Sultan dem Herrscher Deutschlands, Kaiser Wilhelm Zwo, als besonderes Geschenk überreicht worden – ein Stück Deutschland in seiner Hauptstadt. Plötzlich wollte der Staat aber für die Benutzung des Geländes Gebühren erheben, die man auch sonst auf der Welt für die Nutzung der Anwesen des Auswärtigen Amtes verlangte. An sich nichts Böses, aber für uns, weil die Feier auf dem Schulhof stattfinden musste. Eng aber nicht unbedingt kuschelig.
Da ich dies nicht noch einmal erleben wollte, schrieb ich den damaligen Außenminister Joschka Fischer an (Mail unten). Es dauerte nicht lange, und ein Staatsekretär rief bei mir an und wollte den Vorgang erklären. Ich entgegnete ihm, dass ich nicht dem Minister geschrieben hätte, sondern dem Abgeordneten Fischer, damit er den Minister bitte davon überzeugen möge, dass der Ort für uns eine besondere Bedeutung hätte.
Mittlerweile ist viel Wasser an den Villen von Therapia vorbeigeflossen. In Wikipedia von 2013 stand dies zu lesen:
„Im Mai 2011 wurde beschlossen, daß in Tarabya eine der deutschen Botschaft in Ankara unterstellte Kulturakademie eingerichtet wird. Das Goethe-Institut in Istanbul übernimmt die kuratorische Verantwortung und betreut die in Tarabya wohnenden Künstler. In den historischen Gebäuden sollen fünf bis sieben Künstler aus Deutschland, ausgestattet mit Stipendien für drei bis zehn Monate, arbeiten. Die Stipendien werden unter Aufsicht eines Beirats von einer Jury vergeben. Eine Bewerbung für die Residenzstipendien ist nicht möglich. Zu den Vergabemodalitäten sind keine Details veröffentlicht worden.
Der Jury gehörten 2012 Wolfgang Rihm, David Elliott, Sibel Kekilli, Shermin Langhoff und Joachim Sartoriusan. Die Jury wird vom Beirat unter Vorsitz des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium der Finanzen, Steffen Kampeter, berufen. Dem Beirat gehören in den Pressemitteilungen der Akademie nicht benannte Vertreter des Bundestages, des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, des Goethe-Instituts und des Auswärtigen Amts an. Der Akademiebeirat soll auch in Hinblick auf die konzeptionellen Leitlinien für die Kulturakademie beratend wirken.“
Mittlerweile wurden die Gelder bewilligt, und die ersten Stipendiaten konnten ihre Erlebnisse schildern. Ganz weit unten sieht man, wie der Tagesspiegel vom 7. April 2013 die Akademie sieht: Ein Traum – Eine Brücke. (Artikel gesamt unter: TSP Berlin) Und so einer, der gerade dort weilt: „Es ist der richtige Ort zur richtigen Zeit“, sagt Falkner. Istanbul zieht Künstler so magisch an wie New York in den Achtzigern. In der 18-Millionen-Stadt weitet sich die europäische Zentralperspektive, verändert sich der Blick auf die eigene Kultur, die auch hier Wurzeln hat – und Zukunft.“
Vielleicht treffen wir den Fotografen während der Abi-Feier in Tarabya. Das wäre Juni 2023 – 60 Jahre Abi!